Eine Pferdeschleuse ohne 230-V-Stromanschluss betreiben? In vielen Offenställen ist das Realität. In diesem Beitrag erklären wir, wie sich eine Pferdeschleusen-Steuerung mit einer 12-V-Batterie betreiben lässt, wie hoch der Stromverbrauch ist und was das im Stallalltag bedeutet.
Stromverbrauch der Pferdeschleusen-Steuerung
Die Steuerung einer Pferdeschleuse oder eines Kraftfutterstandes läuft dauerhaft – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Im normalen Betrieb liegt der Stromverbrauch bei unter 5 Watt.
Beim Öffnen und Schließen von Türen, Schranken oder Nachlaufsperren steigt der Verbrauch kurzzeitig an. Während der Motorlaufzeiten werden für wenige Sekunden bis zu 40 Watt benötigt.
12V Batterie: Wie lange reicht eine Akkuladung?
Für die Grundlast ergibt sich über eine Woche folgender Energiebedarf:
7 Tage × 24 Stunden × 5 Watt = 0,84 kWh
Das entspricht ungefähr der Kapazität einer 12-V-Autobatterie mit 70 Ah:
12 V × 70 Ah = 0,84 kWh
In der Praxis kann eine solche Batterie die Steuerung einer Pferdeschleuse etwa eine Woche versorgen. Je nach Häufigkeit der Schleusendurchgänge oder Kraftfutterdosierungen kann sich diese Laufzeit etwas verkürzen.
Pferdeschleuse mit Batterie betreiben: Vorteile und Nachteile
Der reine Stromverbrauch der Steuerung ist gering und fällt wirtschaftlich kaum ins Gewicht. Beim Batteriebetrieb entsteht jedoch zusätzlicher Aufwand durch das regelmäßige Laden oder Austauschen der Batterie.
Da Autobatterien relativ schwer sind, kann das Handling im Stallalltag schnell unpraktisch werden – insbesondere bei abgelegenen Standorten.
Alternative: Insel-PV-Anlage für Pferdeschleusen
Eine mögliche Alternative zur reinen Batterieversorgung ist eine kleine Insel-Photovoltaikanlage. Sie kann die Batterie laden oder den Betrieb teilweise übernehmen. Solche Systeme sind inzwischen vergleichsweise günstig erhältlich.
Bitte beachten Sie: Wir verkaufen weder Batterien noch PV-Anlagen und können hierfür keine technische Beratung anbieten.








